Aktuelles

15. Juli 2010

WorldWideScience.org wird mehrsprachig

Start der Beta-Version ermöglicht Forschung über Sprachgrenzen hinweg.

Seit dem 11. Juni 2010 können Wissenschaftler auch nicht-englischsprachige Literatur aus Datenbanken in China, Russland, Frankreich und verschiedenen lateinamerikanischen Ländern recherchieren und die Suchergebnisse in eine von neun Sprachen übersetzen lassen. Mit dem Start der Beta-Version von Multilingual WorldWideScience.org können weltweit verstreute Sammlungen wissenschaftlicher Literatur in Echtzeit gesucht und übersetzt werden. Möglich wurde dies durch die Partnerschaft der WorldWideScience.org-Alliance mit Microsoft Research. Deren Übersetzungstechnologie wurde mit der verknüpften Suchtechnologie von Deep Web Technologies kombiniert.

Ein Großteil an wissenschaftlicher Literatur wird in Englisch veröffentlicht, doch auch viele hochwertige wissenschaftliche Arbeiten werden in der Sprache des Landes verfasst, in der die Forschung stattfindet – Tendenz steigend. Multilingual WorldWideScience.orgBETA bietet der englischsprachigen scientific community das Recherchieren in und Übersetzen aus nicht-englischsprachigen Quellen. Auch Muttersprachler anderer Weltsprachen wie Chinesisch, Französisch, Deutsch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Spanisch und Russisch profitieren, indem Forschungsergebnisse in die Wunschsprache des Nutzers übersetzt werden. In den nächsten Monaten werden noch weitere Sprachen hinzukommen.

Multilingual WorldWideScience.orgBETA wurde auf der Jahreskonferenz des International Council for Scientific and Technical Information (ICSTI) in Helsinki, Finnland, offiziell vorgestellt. Auch ein Vertreter der Technischen Informationsbibliothek (TIB), deren Bestände seit dem Sommer 2008 im internationalen Wissenschaftsportal www.worldwidescience.org recherchierbar sind, nahm am Online-Gang teil. Das im Jahr 2007 offiziell vorgestellte Wissenschaftsportal verknüpfte ursprünglich eine Suche über 12 Datenbanken in 10 Ländern. Im Frühjahr 2010 umfasste die Suche in nationalen Wissenschaftsdatenbanken bereits 65 Länder und erstreckte sich auf etwa 400 Millionen Seiten wissenschaftlicher Arbeiten.